

Über den Autor:
CEO bei AlFiPa, verantwortlich für das operative Geschäft sowie Einkauf und Verkauf. Er ist der Hauptansprechpartner für Bestellungen und Lieferungen im Unternehmen.
Sie sorgen dafür, dass Bauteile dauerhaft trocken bleiben, Schimmelbildung vermieden wird und Heizwärme nicht unkontrolliert entweicht.
Eigenschaften von Isolationsfolien für Innenwände
Isolationsfolien dienen im Wandaufbau als Feuchtesperre, Wärmeschutz und Luftdichtungsebene.
Zusätzlich zu den allgemeinen Isolationsfolien kommen bei Innenwänden sogenannte Low-E- oder Thermofolien zum Einsatz.
Low-E-Folien wirken durch ihren sehr niedrigen Emissionsgrad (ε-Wert), der verhindert, dass Wärmestrahlung von der Folienoberfläche absorbiert oder abgegeben wird. Stattdessen wird die Infrarotwärme in den Raum zurückreflektiert, wodurch der Wärmeschutz des Wandaufbaus verbessert wird. Damit dieser Effekt vollständig erreicht wird, müssen Low-E-Folien stets mit einer angrenzenden Luftschicht verarbeitet und korrekt zur warmen Raumseite ausgerichtet werden.
Die Wahl des richtigen Folientyps richtet sich nach der Nutzung des Raumes, der Feuchtebelastung und der geplanten Wandkonstruktion. Entscheidend ist, dass Folien, Klebebänder und Anschlüsse aufeinander abgestimmt sind, um eine dauerhafte Luftdichtheit sicherzustellen.
| Funktion | Materialien und Aufbau | Technische Eigenschaften | Merkmale |
|---|---|---|---|
| Dampfbremsfolie (diffusionshemmend) | Metallisierte Kunststofffolien (PET met, PP met) | Reguliert den Feuchtetransport | Standardlösung im Trockenbau zwischen beheizten Räumen und kalten Zonen |
| Dampfsperre (diffusionsdicht) | Aluminium-Verbundfolien (Alu/PE, Alu/PET) | Luft- und dampfundurchlässig | Einsatz in Bädern, Küchen oder Räumen mit hoher Luftfeuchtigkeit |
| Reflexionsfolie / Wärmeschutzfolie | Alukaschierte PET- oder PP-Folien | Reflektiert Wärmestrahlung | Zur Verbesserung der Wärmedämmung von Innenwänden und Heizkörpernischen |
| Akustik- / Schwerfolie | PVC- oder Bitumen-Schwerfolien | Schallabsorbierend | Dient dem Schallschutz, besonders in Trennwänden oder Studios |
| Spezialfolien (Schutz- & Sanierungsfolien) | PE-Folien, teils mit Antischimmel- oder Barrierebeschichtung | Feuchte- oder chemikalienresistent | Für Sanierungen, Altbauten oder Labore mit erhöhtem Schutzbedarf |
Der sd-Wert beschreibt den Widerstand einer Wand- oder Folienlage gegen Wasserdampfdiffusion und wird nach der Formel sd = μ · s berechnet.
Dabei steht μ für den materialspezifischen Diffusionswiderstand und s für die Dicke der Schicht in Metern.
Je größer der sd-Wert, desto dichter ist die Folie.
Die DIN 4108-3 unterscheidet:
- Diffusionsoffen: sd ≤ 0,5 m
- Diffusionshemmend: 0,5 m < sd < 1.500 m
- Diffusionsdicht: sd ≥ 1.500 m
Für Innenwände ist in der Regel ein diffusionshemmendes System erforderlich, um Feuchtewanderung zu kontrollieren und Rücktrocknung zu ermöglichen.
In der Praxis bedeutet das, dass die Folien so gewählt werden müssen, dass sie den Feuchtetransport nicht vollständig blockieren, sondern kontrolliert bremsen. Nur so bleibt die Konstruktion diffusionsoffen genug, um Restfeuchte wieder abzugeben und langfristig Bauschäden zu vermeiden.
Einflussfaktoren
Einflussfaktoren auf die Wirksamkeit von Isolationsfolien in Innenwänden:
- Wandaufbau & Lage: Außenwand vs. Trennwand zu unbeheizten Räumen (Keller, Treppenhaus)
- Feuchteklasse des Raumes: Bad/Küche: eher Dampfsperre, Wohnräume: Dampfbremsen
- Klimaregion & Temperaturgefälle: größerer Nutzen bei hohen Temperaturdifferenzen (Winterbetrieb)
- Wärmebrücken: Ecken, Anschlüsse, Rollladenkästen: detaillierte Abdichtung entscheidend
- Verarbeitung: Überlappungen, Klebebänder, Durchdringungen luftdicht ausführen
Die Funktion von Isolationsfolien hängt nicht allein vom Material ab, sondern maßgeblich von der korrekten Verarbeitung und der Abstimmung mit dem gesamten Wandaufbau.
Anwendungsbereiche
Isolationsfolien für Innenwände kommen in vielen Bereichen des Innenausbaus zum Einsatz, besonders dort, wo Temperaturschwankungen oder Luftfeuchtigkeit zu Problemen führen könnten.

Isolationsfolien für Innenwände
Trockenbau und Gipskartonwände:
Dampfbremsen verhindern Feuchteeintritt in Mineralwolldämmungen und schützen vor Schimmel.
Innenwände angrenzend an unbeheizte Räume:
Folien stabilisieren den Feuchtehaushalt und reduzieren Wärmeverluste.
Feuchträume (Bad, Küche, Sauna):
Dampfsperren bieten einen sicheren Schutz vor Wasserdampfbelastung.
Heizkörpernischen & Außenwand-Innendämmungen:
Reflexionsfolien reflektieren Wärmestrahlung und verbessern den U-Wert.
Akustische Anwendungen:
Schwerfolien dienen der Schalldämmung in Büro-, Musik- und Wohnbereichen.
Damit bieten Isolationsfolien im Innenausbau eine flexible Lösung für nahezu alle Wandtypen. Besonders in Kombination mit intelligenten Dämmstoffen und energiesparenden Systemen tragen sie dazu bei, den Wohnkomfort zu erhöhen und Energiekosten dauerhaft zu senken.
Vorteile
Durch ihren vielseitigen Einsatzbereich und ihre hohe Anpassungsfähigkeit gelten Isolationsfolien heute als Standardkomponente in nachhaltigen Baukonzepten. Sie vereinen Funktionalität, Energieeffizienz und Umweltbewusstsein und sind daher ein wichtiger Bestandteil moderner Innenausbau- und Sanierungslösungen.
- Schutz vor Feuchtigkeit, Schimmel und Kondenswasser
- Verbesserung der Energieeffizienz und Raumluftqualität
- Reduzierung von Wärmebrücken und Schallübertragung
- Langlebige Stabilität durch hochwertige Verbundmaterialien
- Kompatibel mit Trockenbau- und Sanierungssystemen
Normen
Eine Umsetzung gemäß der Standards gewährleistet dauerhafte Funktionssicherheit und Qualität. Die wichtigsten Richtlinien und Normen für Isolationsfolien im Innenwandbereich:
| Norm/Richtlinie | Inhalt | Relevanz |
|---|---|---|
| DIN EN 13984 | Kunststoff- und Elastomerbahnen; Dampfsperren und Dampfbremsen | Regelt sd-Wert, Dichtheit und Prüfverfahren |
| DIN 4108-3 | Wärmeschutz und Energieeinsparung; Feuchteschutz | Maßgeblich für die Planung von Innenwandkonstruktionen |
| DIN 4102/EN 13501-1 | Brandverhalten von Baustoffen | Klassifizierung der Folien nach Brennbarkeit |
| DIN EN ISO 717-1 | Akustik; Schalldämmung von Innenwänden | Relevant für den Einsatz schalldämmender Folien |
| ISO 6946 | Berechnung des Wärmedurchgangskoeffizienten | Grundlage zur Beurteilung der Dämmwirkung von Wandaufbauten |
Die genannten Normen bilden die technische Grundlage für Planung und Ausführung. Sie stellen sicher, dass Produkteigenschaften, Materialprüfungen und Einbauvorgaben harmonisiert und europaweit vergleichbar sind.
FAQ
Wie wird eine Dampfbremsfolie an Innenwänden angebracht?
Sie wird auf der warmen Seite der Dämmung angebracht und luftdicht verklebt.
Wichtige Anschlüsse, Steckdosen und Durchführungen müssen sorgfältig abgedichtet werden.Welche Folie ist für Badezimmerwände geeignet?
In Feuchträumen sollte eine echte Dampfsperre (sd ≥ 1.500 m) verwendet werden, um Wasserdampf sicher zurückzuhalten.Kann ich Sondergrößen und individuelle Maße anfragen?
Ja, bei uns gibt es sowohl Rollenware als auch Zuschnitte in Standard- und Sondergrößen, die Sie individuell anfragen können.
Größe
Unsere Isolationsfolien sind in Standardbreiten und individuellen Sondergrößen erhältlich. Wir liefern passgenau nach Bedarf, von Rollenware über Zuschnitte. Fragen Sie uns einfach an.
Sie suchen nach geeigneten Folien für Ihr Projekt? Dank unserer langjährigen Erfahrung unterstützen wir Sie nicht nur bei der Produktauswahl, sondern auch bei der technischen Beratung für Ihr Bauprojekt bei AlFiPa. Lassen Sie sich jetzt von uns beraten!
