Aluminiumfolie in der Pharmaindustrie


moderne Blisterverpackungen

Blisterpackungen für Medikamente sind in der Pharmaindustrie beliebt: Ihre Verschlüsse aus durchdrückbarer Aluminiumfolie sind eine gute und bequeme Methode, Kapseln und Tabletten hygienisch sauber und geschützt zu verpacken. Sie lassen sich leicht handhaben, sind kompakt und leicht tragbar. In ihnen bleibt – dank der Aluminiumfolie – jedes Produkt einzeln und individuell verpackt und rundum vor sämtlichen Einflüssen geschützt, bis es verbraucht wird. Alfipa liefert Aluminiumfolien für die Pharmaindustrie und investiert ständig, damit die Produkte hinsichtlich Zuverlässigkeit, Hygiene und Qualität auch in der Zukunft allen Anforderungen gerecht werden. Für die Fertigung der beschichteten bzw. bedruckten Folien gelten die gleichen medizinisch-hygienischen Standards, wie sie auch in der Pharmaindustrie bei der Herstellung von Tabletten & Co üblich sind.

Blisterverpackungen: Eine praktische und bequeme Variante Medikamente zu schützen.

Optimaler Schutz der empfindlichen Produkte

Hochwertige Medikamente brauchen Verpackungen, in denen sie vor Umwelteinflüssen, Luftsauerstoff und Feuchtigkeit sicher geschützt sind. Nur so behalten die Inhaltsstoffe ihre Wirkungen, die sie bei Einnahme entfalten sollen. Neben den Blisterfolien für den Boden stellen die Deckelfolien aus Aluminiumfolie einen wesentlicher Faktor für einen effektiven Schutz der Produkte dar. Ein optimales Ergebnis lässt sich dann erzielen, wenn es die richtige Kombination der entsprechenden Materialien ist: Für die Deckelfolien der Durchdrückblister wird von der Pharmaindustrie die Aluminiumfolie bevorzugt. Ein passender Heißsiegellack auf der Aluminiumfolie sorgt in diesem Fall dafür, dass sich mit der richtigen Kombination von Druck und Hitze der Lack der Aluminiumfolie mit dem Material des Blisters verbindet und alles perfekt versiegelt.

Arzneimittelverpackungen: Abdeckmaterial aus Aluminium

Blisterverpackung mit Aluminium

Durchdrückblister mit Aluminiumfolie

Für die Deckelfolien werden sowohl weiche, aber auch harte Aluminiumfolien verwendet. Die harte Aluminiumfolie, wie sie in vielen Durchdrückpackungen eingesetzt wird, hat nur eine geringe Dehnkraft. Somit bricht sie bei relativ geringer Krafteinwirkung und gibt das Medikament frei. Wird dagegen eine Aluminiumfolie aus weichem Aluminium verwendet, muss mehr Kraft aufgewendet werden, um an das Medikament zu gelangen, da diese eine höhere Dehnkraft besitzt. Somit ist die Verpackung kindersicher gestaltet. Nutzt die Pharmaindustrie die Aluminiumfolie in einer Kombination wie Papier und Aluminium oder Papier/ PET und Aluminium, lässt sich dieser Effekt noch einmal verstärken. In diesem Fall sprechen die Fachleute von einer sogenannten peel-off-push-through-Variante: Erst muss das Papier oder der Verbund aus PET und Papier abgezogen werden, bevor das eigentliche Produkt aus der Packung gedrückt werden kann. Während die Blisterverpackung in der Regel aus einem Kunststoff besteht, ist das Material, mit dem das Arzneimittel abgedeckt wird, ein Stützmaterial, welches oft aus Aluminiumfolie besteht. Auf der einen Seite ist ein Primer aufgedruckt, auf der anderen Seite ein Versiegelungsmittel, vorzugsweise ein Heißsiegellack.

Arzneimittelverpackung aus weicher Aluminiumfolie ist kindersicher.

Abdeckmaterial aus Hart-Aluminium

Aluminiumfolie aus Hart-Aluminium mit einer dafür üblichen Dicke von etwa 25 Mikrometern wird in der Pharmaindustrie in Europa am häufigsten verwendet. Soll das Medikament eingenommen werden, kann es durch das harte Aluminium einfach durchgedrückt werden. Die Härte der Folie erleichtert das sogenannte Durchdrücköffnen. Zwar ist normalerweise nur die Außenseite mit einem Druck versehen, aber auch die mit dem Heißsiegellack versiegelte Seite kann durchaus bedruckt werden. Bei dieser Innenseite ist es inzwischen üblich, dass diese mit Heißsiegelgrundierung und dem darauf aufgebrachten Heißsiegellack eine Doppelbeschichtung erhält. Die Grundierung sorgt dafür, dass der Heißsiegellack sicher auf der Aluminiumfolie haftet. Dieser wird perfekt auf die Folie abgestimmt. Ist die Grundierung eingefärbt, schützt der darauf aufgetragene Lack das Medikament vor den Farbpigmenten. Die Druckertinte wird dabei zwischen der Aluminiumfolie und der Grundierung eingeschlossen. Die Druckertinte, die Grundierung und der Heißsiegellack müssen dabei gut aufeinander abgestimmt werden.

Abdeckmaterial aus Weich-Aluminium

Sollen die Medikamente in Kapsel- oder Tablettenform in der Packung besonders sicher vor dem unbefugten Öffnen durch Kinderhände sein, werden die Blisterverpackungen mit Durchdrückfolien aus Weich-Aluminium verschlossen. Für dieses Abdeckmaterial gilt prinzipiell das Gleiche, wie bei Hart-Aluminium. Allerdings verhindert die Dicke und Nachgiebigkeit der Aluminiumfolie, dass Kinder die Tabletten durch die Folie aus Weich-Aluminium drücken können. An den Versiegelungsnähten ist die Aluminiumfolie extra perforiert, damit diese nicht im Ganzen von der Blisterfolie entfernt werden kann.

Abdeckmaterial aus einem Verbund von Papier und Aluminium

Aluminium und Blisterverpackungen

Aluminiumfolie ist in der Pharmaindustrie nicht mehr wegzudenken

Werden Aluminium und Papier miteinander kombiniert, wird ein Papier mit einem Gewicht von 40 bis 50 Gramm pro Quadratmeter benutzt. Allerdings wird in den USA eine dickere Aluminiumfolie bei diesem Verbund verwendet, als in Europa. Während in Europa die Kombination zur Kindersicherung der Blisterpackungen dient, wird in den USA das Aluminium wie eine Abziehfolie verwendet, die in einem Stück von der tiefgezogenen Blisterpackung heruntergezogen werden soll. Damit das problemlos möglich ist, muss die verwendete Aluminiumfolie dicker sein. Dieses Abdeckmaterial lässt sich direkt auf der Oberfläche des Papiers bedrucken.

Abdeckmaterial aus Papier/ PET/ Aluminium

Dieses Material wird als Abzieh-Durchdrückfolie bezeichnet und fast ausschließlich auf den Tablettenpackungen in den USA verwendet. Dabei wird als erstes das Laminat aus Papier und PET vom Aluminium abgezogen und anschließend die Kapsel oder Tablette durch das Aluminium gedrückt.

Trends Pharmaindustrie: Mehr Nachfrage, mehr Konkurrenz…

Der Markt für pharmazeutische Produkte wächst weltweit: Immer mehr Menschen in den Schwellenländern können sich Medikamente leisten und tragen somit zum Wachstum der Branche bei. Somit braucht die Pharmaindustrie stetig wachsende Mengen an spezieller Aluminiumfolie, um daraus die Blisterpackungen für Medikamente zu fertigen. Die Kunden werden heterogener, somit werden die Produkte immer komplexer – auch in ihrer Handhabung. Dank der vermehrten Anwendung von Generika ist allerdings der Kostendruck und der Wettbewerb deutlich härter geworden. Diese Trends sorgen dafür, dass die Unternehmen nach technischen Lösungen suchen, die sich durch Effektivität und Effizienz auszeichnen, gleichzeitig aber auch die hohen Standards garantieren, die an die Herstellung und Verpackung von Arzneimitteln gestellt werden. Mit Aluminiumfolie versiegelte Blisterpackungen werden in der Pharmaindustrie eingesetzt: In diesen sind die hergestellten Arzneimittel und Produkte vollständig geschützt.

Medikamente werden immer erschwinglicher, weshalb sich auch die Pharmaindustrie weiterentwickeln muss.